Tagesablauf einer Gemeinschaft in der Provinz Köln

Wir Vinzentinerinnen haben einen an die Erfordernisse unseres Dienstes angepassten Tagesablauf. Er kann in jeder Gemeinschaft anders aussehen. Es kommt auf das Werk, unseren Dienst, aber auch auf bestimmte Rahmenbedingungen an. So könnte sich z. B. der Tagesbeginn nach der Möglichkeit richten, zu welcher Zeit am Morgen die Hl. Messe gefeiert werden kann.

Nach der frühmorgendlichen Betrachtung oder Meditation, der anschließenden Laudes, also dem Morgengebet der Kirche, feiern wir die Hl. Messe.
Der Vormittag beginnt dann mit dem gemeinsamen Frühstück, gefolgt von dem jeweiligen Dienst, den die einzelne Schwester alleine oder mit anderen gemeinsam verrichtet.

Vor dem Mittagessen treffen wir uns zum Partikularexamen, der Gewissenserforschung, und beten den Angelus. Der Dienst am Nachmittag wird für etwa eine halbe Stunde von einer Lesung unterbrochen und endet am frühen Abend mit dem Abendgebet der Kirche, der Vesper.

Vor dem Abendbrot sprechen wir gemeinsam einige Gebete der Genossenschaft und beten schließlich den Angelus.

Sollte die ein oder andere Arbeit noch nicht fertiggestellt sein, so steht jetzt dafür noch Zeit zur Verfügung. In der Regel werden die Abendstunden aber individuell zur persönlichen Rekreation oder gemeinsam mit den Mitschwestern verbracht.

Wichtig sind uns tägliche Zeiten der Stille, zu denen wir uns zurückziehen. Hierzu gehören gemeinschaftliche und persönliche Meditation und das Gebet des Rosenkranzes.

Jeden Monat wird ein „Stiller Tag“ gehalten, an dem auch die Arbeit zurückgestellt wird. Ein Tag der Einkehr und des Gebetes, um nicht im blinden Aktivismus stecken zu bleiben.

Jede Schwester ist verpflichtet, einmal im Jahr an den 10-tägigen Exerzitien teilzunehmen. Es sind Tage der Stille mit geistlichen Impulsen. Tage des Innehaltens, um sich selbst, sein eigenes Tun und Handeln vor Gott zu stellen, um dies zu überprüfen und gegebenenfalls neu auszurichten.