Pflegeleitbild
Der Mensch mit Behinderung ist ein Geschöpf Gottes, denn er ist einmalig und unwiederholbar in seiner Person und seinem Sosein von Gott gewollt und ins Dasein gerufen.
Im Zusammenspiel von Anlagen und Fähigkeiten entwickelt der Mensch mit Behinderung seine einmalige Persönlichkeit und Biographie.
Er wird als eine Körper-Seele-Geist-Einheit betrachtet, die in einem sozialen und ökologischen Umfeld lebt. Des Weiteren lebt der Mensch nicht nur in der Gegenwart, sondern wurde von vergangenen Erfahrungen geprägt und ist auf die Zukunft ausgerichtet. Sein Leben ist in jeder Lebensphase zu würdigen, zu achten und im möglichen Umfang zu pflegen und zu fördern.
„Unser Dienst gilt den Menschen, die … nicht die Kraft und die Chance haben, die Fülle der von Gott eröffneten Möglichkeiten für sich und ihr gemeinsames Leben mit anderen Menschen wahrzunehmen“.
Gemäß dieser Aussage des Leitbildes der Gemeinschaft der Vinzentinerinnen ist es die grundlegende Aufgabe aller im St. Josefshaus tätigen MitarbeiterInnen, den Menschen, die in der Einrichtung ihr Zuhause gefunden haben, ein Leben in Würde zu ermöglichen.
Sie dabei in allen Belangen des täglichen Lebens zu begleiten und zu unterstützen mit dem Ziel, sie entsprechend ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten sinnvoll und selbstbestimmt am Leben in unserer Gesellschaft teilhaben zu lassen, ist Auftrag und christliches Gebot zugleich.
Um diesen Auftrag in der Praxis umsetzen zu können, ist ein ausdifferenziertes, am individuellen Hilfebedarf orientiertes Angebot notwendig, um den einzelnen Bedürfnislagen gerecht werden zu können.
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