Geschichte
1868. Am 19. März ziehen auf Initiative des Hardter Pfarrers Bartholomäus Schlippes drei Vinzentinerinnen in ein kleines Haus mit drei Räumen an der Nikolausstraße in Mönchengladbach-Hardt. Sie sollen sich um die Erziehung der Kinder des Ortes kümmern.
1870. In einem Neubau eröffnen die Schwestern eine „Anstalt“ mit acht alten Männern und drei Waisenkindern. Getragen wird das Haus ab 1871 vom Marienverein.
1885. Im Haus wird eine Kapelle eingeweiht.
1891. Das Haus geht in die Zuständigkeit der Rheinischen Provinzverwaltung über. Sieben „Idioten und Fallsüchtige“ werden zugewiesen.
1925. Auf dem Gelände wird ein großer Neubau errichtet.
1941. Elf von der Gestapo aus Pützchen vertriebene Karmeliterinnen werden aufgenommen.
1942. Der Großteil der meisten Bewohner wird in verschiedene Vernichtungslager der Nationalsozialisten abtransportiert. Das Haus nimmt jetzt vor allem alte und ausgebombte Menschen auf.
1949. Nach dem Krieg werden wieder Kinder mit geistiger Behinderung aufgenommen. Neben die Pflege tritt die Förderung stärker in den Vordergrund. 350 Plätze hat das Heim. Ein Hort für 30 Kinder wird gebaut.
1953. Dem Haus gegenüber wird ein neuer Kindergarten gebaut.
1968. Die Einrichtung wird um ein Wirtschaftsgebäude erweitert.
1975. An der Tomperstraße wird eine Außenwohngruppe eingerichtet.
1976. In die umgebauten Gebäude einer Kleiderfabrik am Rande des Geländes ziehen weitere Wohngruppen ein.
1992. Das ehemalige Altenheim „Ritaheim“ in Mönchengladbach-Sittard wird von einer Wohngruppe bezogen.
1997. Auf dem Gelände an der Nikolausstraße entstehen die Neubauten „Haus Regenbogen“ und „Haus Arche“ mit modernsten Räumlichkeiten für acht Wohngruppen.
1998. Das vom St. Josefshaus übernommene und umgebaute Marienheim in Viersen-Dülken wird Heimat von 30 Bewohnern.
2002. Das alte „Ritaheim“ wird abgerissen und durch einen Neubau inklusive neuer Kapelle ersetzt. Drei Wohngruppen beziehen das neue Domizil.2002. An der Schlossstraße in Mönchengladbach-Rheydt wird mit 24 BewohnerInnen der Neubau von „Haus Vinzenz“ bezogen.
2004. Mit dem Abriss der hohen Mauer an der Nikolausstraße dokumentiert das St. Josefshaus auch nach außen seine Offenheit. Auf dem veräußerten Grundstück entstehen Reihen-Einfamilienhäuser, die sich harmonisch in das Erscheinungsbild des Geländes einfügen.
2005. Nach einjährigem Umbau eines ehemaligen Studentenwohnheims richtet das St. Josefshaus an der Erzbergerstraße in MG-Stadtmitte Appartements für zehn BewohnerInnen ein. Die neu gestalteten Außenanlagen mit Garagen, Grünflächen und Rastplätzen werden fertig gestellt.
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