Selige Schwester Marta Wiecka – Gesundheit für Leib und Seele

Marta Wiecka wurde am 12. Januar 1874 in Nowy Wiec, in Pommern, an der polnischen Grenze als drittes von dreizehn Kindern eines wohlhabenden Landbesitzers geboren. Von Kindheit an fühlte sie sich zum Gebet und zum Dienst am Nächsten hingezogen.

Mit 18 Jahren trat sie in Krakau ins Seminar der Töchter der christlichen Liebe vom heiligen Vinzenz ein. Während der zwölf Jahre ihres Lebens in der Nachfolge des heiligen Vinzenz diente sie den Armen in verschiedenen Krankenhäusern. Sie kümmerte sich nicht nur um die Gesundheit des Leibes, sondern auch um die Gesundheit der Seele. Manche Bekehrung ging auf ihr Wirken zurück.

Als sie für einen Mitarbeiter des Krankenhauses in Sniatyn, einen jungen Familienvater, die Desinfektion eines Raumes übernahm, in dem jemand mit einer hochgradig ansteckenden Krankheit lag, steckte sie sich selber an. Nach kurzer Krankheit verstarb sie mit nur 30 Jahren am 30. Mai 1904.

Von ihrem Tod zeigten sich nicht nur Katholiken, unierte und orthodoxe Christen, sondern auch konfessionslose Menschen betroffen. Ihr Grab wurde schnell zu einem Wallfahrtsort. Selbst in der Zeit der Sowjetunion, als die Vinzentinerinnen Sniatyn verlassen mussten, wurde ihr Grab von Gläubigen verehrt und war stets mit frischen Blumen geschmückt.

Am 24. Mai 2008 wurde Marta Wiecka in Lemberg (Ukraine) im Auftrag von Papst Benedikt XVI. durch Kardinal Tarcisio Bertone seliggesprochen.
Als Gedenktag wird der Tag ihres Todes, der 30. Mai, begangen.

(Quelle: Vinzentiner Bilder und Berichte 2008/2009)